Dort, wo sich der autistische Mensch sprachlos fühlt und unfähig ist, in Worte zu fassen was ihn seelisch bewegt, wird das Bild zum vermittelnden Medium.
Kunsttherapie nutzt Bilder, um direkt an das Bewusste und auch das Unbewusste anzuknüpfen. Um Zugang zu diesen Bildern zu bekommen, muss niemand malen können; die eigenen schöpferischen Kräfte zu entdecken steht im Vordergrund.
Im kreativen Prozess kann der Mensch sich entfalten, selbst begegnen und Neues wagen. Farben, Formen, Bewegungen und Gestaltungsabläufe haben besondere Wirkungen auf den Menschen.
Die kunsttherapeutische Begleitung bietet die Möglichkeit, dem Menschen eine erhöhte Wahrnehmung der eigenen Gefühle, der Bedürfnisse, der inneren Zusammenhänge und der eigenen Kraft zu vermitteln.
Manchmal geht es beim Gestalten darum, dass Ausdruck überhaupt erst einmal ermöglicht wird, dass ein bildnerisches Material, ein Werkzeug zum Gestalten gefunden wird.
Ein Erlebnis, ein Gefühl oder eine Sorge zu malen, kann zu einer Entlastung werden, weil es nicht länger ausschließlich im Inneren des Menschen verwahrt werden muss.
Die bisherige kunsttherapeutische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit autistischer Behinderung zeigt: Jeder Mensch ist eine unverwechselbare Persönlichkeit mit Kreativitätspotentialen, Gefühlen, Phantasie, Hoffnungen, Wünschen und Träumen.
Die Entwicklung des künstlerischen Schaffens von Stefan Schneider können Sie hier nachlesen.

